Skip to content
  • Formen der letztwilligen Verfügungen

    Die verstorbene Person kann zu ihren Lebzeiten weitgehend frei Verfügungen treffen, was mit ihrem Vermögen nach ihrem Tod geschehen soll. Eine Ausnahme stellt das Pflichtteilsrecht dar.

    Testament

    Eine einseitige, jederzeit widerrufliche letztwillige Verfügung, die eine Person oder mehrere Personen zu Erbinnen/Erben einsetzt, wird als Testament bezeichnet. Es ist die Erklärung der verstorbenen Person zu deren Lebzeiten, an wen das zum Zeitpunkt ihres Todes vorhandene Vermögen zur Gänze oder quotenmäßig übergehen soll. Die Erbinnen/Erben sind immer mit einer Quote (etwa zur Gänze, zu je einem Drittel oder zu gleichen Teilen) beteiligt.

    Sonstige letztwillige Verfügung

    Einseitige, jederzeit widerrufliche letztwillige Anordnungen, die keine Erbseinsetzung enthalten, werden sonstige letztwillige Verfügungen genannt. Eine sonstige letztwillige Verfügung kann z.B. das Aussetzen eines Vermächtnisses sein.

    Auf sonstige letztwillige Verfügungen sind grundsätzlich die Vorschriften über Testamente anzuwenden, sofern gesetzlich nichts Gegenteiliges vorgesehen ist.

    Vermächtnis 

    Von einem Vermächtnis spricht man, wenn jemand nur bestimmte Dinge aus der Verlassenschaft (etwa die Münzsammlung) erhalten soll.

    Die/der solcherart Bedachte ist Vermächtnisnehmerin/Vermächtnisnehmer. Das Vermächtnis ist somit eine letztwillige Zuwendung ohne Hinterlassung eines Erbteils.

    Ein Vermächtnis kann in einem Testament (neben einer Erbeinsetzung), einer sonstigen letztwilligen Verfügung oder in einem Erbvertrag angeordnet sein.

    Rechtsgrundlagen

    §§ 552 Allgemeines bürgerliches Gesetzbuch (ABGB)

    Letzte Aktualisierung: 01.01.2026
    Für den Inhalt verantwortlich:
    • oesterreich.gv.at-Redaktion
    • Österreichische Notariatskammer