Streuobstausstellung des Naturparks Südsteiermark

Der Silberberger Maschansker und seine KollegInnen kehren zurück!

Streuobstwiesen sind ein nicht wegzudenkendes Landschaftselement im Naturpark Südsteiermark. Sie stellen einen wertvollen Lebensraum für Tiere und Pflanzen dar. In der Krautschicht wachsen zahlreiche Wiesen- und Wildkräuter. Hummeln und Wildbienen bestäuben die Obstblüten, Admiral und Schwalbenschwanz laben sich am Nektar und verschiedene Wespenarten fressen am Fallobst. Von diesen Insekten ernähren sich zahlreiche Vögel, die in alten Höhlen und Totholzbereichen optimale Brutbedingungen vorfinden. Eine weitere wichtige Funktion der Streuobstwiesen ist die Erhaltung alter Sorten. Wussten Sie, dass es in der Steiermark ursprünglich etwa 2.000 Apfelsorten gab? Viele von diesen sind für immer verloren und andere scheinen verschwunden. So zum Beispiel der Silberberger Maschansker. Die Sorte war bis in die 1920-30er-Jahre in der Südsteiermark verbreitet vorhanden und ging dann rasch verloren. Nun ist diese Apfelsorte bei uns wieder aufgetaucht und wird nachgezüchtet. Ab 2017 wird dieser typische südsteirische Apfelbaum wieder zu erwerben sein. Um auf diese noch vorhandene Sortenvielfalt unserer Streuobstbestände hinzuweisen, zeigt der Naturpark Südsteiermark im Zuge des Stadt-Land-Festes am 26. und 27. September am Naturparkzentrum Grottenhof eine Streuobstausstellung. Es werden etwa 100 Sorten zu sehen sein und einige davon können auch verkostet werden. Wie schmeckt eine Ananasrenette, die Steirische Schafnase oder der Berner Rosenapfel? Informieren Sie sich über alte Streuobstsorten, die ökologische Bedeutung einer Streuobstwiese und Streuobstprodukte. Am Sonntag ist ein Pomologe (=Obstkundler) vor Ort, der auch gerne ihr mitgebrachtes Obst bestimmen kann. Wir freuen uns auf ihren Besuch.

Streuobstausstellung des Naturparks Südsteiermark

beim Stadt-Land-Fest am Naturparkzentrum Grottenhof

Samstag, 26. September 2015 ab 14 Uhr

Sonntag, 27. September 2015 ab 11 Uhr